XVII. Chortreffen „Beati Cantores" in Polen - volkschor-magdeburg

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XVII. Chortreffen „Beati Cantores" in Polen

Berichte > 2019
Wenn man eine Reise macht, dann hat man auch viel zu erzählen: 

  Der Volkschor Magdeburg nahm zum 3. Mal am Internationalen Chortreffen Beati Cantores"  in Walbrzych (dt. Waldenburg) teil. Wir folgten einer Einladung vom Verein „Deutscher Freundschaftskreis Waldenburg". Frau Hofmann, Landesvorsitzende vom BdV Sachsen-Anhalt, organisierte diese Reise und so ging es am Freitag, den 18. Oktober vom ZOB Magdeburg gegen 7.00 Uhr mit dem Bus los. Das Ziel der 50 Fahrgäste (schlesische Heimatfreunde und  Sänger des Volkschores Magdeburg) war das im Vorland des Riesengebirges gelegene Hotel „LAS" in Piechowice (dt. Petersdorf).

   Die Anreise verlief ohne Hindernisse und so waren wir gegen 15.30 Uhr pünktlich im Hotel. Es wurde ein wenig ausgeruht und um 17.00 Uhr ging es schon zum Abendessen. Danach erfolgte noch die Generalprobe für unseren Auftritt am nächsten Tag.

   Pünktlich am Samstag, den 19. Oktober um 8.00 Uhr fuhren wir dann in Richtung Walbrzych (dt. Waldenburg), wo im großen Saal des Kurtheaters im Stadtteil Bad Salzbrunn das Konzert um 11.00 Uhr stattfand. Unsere Reiseleiterin Ina begleitete uns zu diesem Chortreffen und erzählte auf der Hinfahrt viel Interessantes vom Land. 
   Im Konzertsaal waren schon viele teilnehmende Chöre anwesend, aber wir fanden doch noch Plätze in den hinteren Reihen. Es gab im Vorfeld des Konzerts große Aufregungen, denn es kamen immer noch Chöre hinzu. Um allen Chören eine Auftrittszeit zu ermöglichen, mussten die Programme der Chöre gekürzt werden. Von unseren 10 vorbereiteten Liedern wurden 5 für unseren Auftritt aus gewählt:
1. Der Kanon: Dona nobis pacem (Gib uns den Frieden)
2. Der Gefangenenchor aus der Oper NABUCCO
3. lm schönsten Wiesengrunde
4. Ännchen von Tharau
5. Ein schöner Tag ward uns geschenkt

   Der Volkschor Magdeburg sollte an 4. Stelle zum Einsatz kommen. Bevor unser Chorbeitrag beginnen konnte, hat Frau Hofmann die Vorsitzende vom Freundschaftskreis Waldenburg und Organisatorin des Chorfestivals, Frau Doris Stempowska,
 für ihre hervorragende Arbeit ausgezeichnet.
 Wir trugen danach unsere Lieder vor. Dafür bekamen wir vom Publikum herzlichen Beifall. Es folgten dann noch viele Chöre. Es war auch für uns Sängerinnen und Sänger ein Genuss, den vielen guten Darbietungen beizuwohnen.


    Zum Schluß der Veranstaltung wurden alle Chorleiter noch einmal auf die Bühne gerufen und erhielten für die Teilnahme an dem Chortreffen eine Urkunde und einen Pokal und natürlich auch einen großen Blumenstrauß. Tatyana war wunschlos glücklich.

   Alle Teilnehmer des Konzerts bekamen am Ende einen kleinen Imbiss, Kleingebäck und auch Kaffee und Tee, denn nach 3 Stunden Konzert hatten wir auch alle Hunger.

  Auf der Rückfahrt fuhren wir wieder durch wunderschöne Naturlandschaften immer mit dem Blick auf das Riesengebirge (Karkonosne).

  Im Hotel wurden wir vom Personal des Restaurants schon sehnsüchtig erwar-tet, denn wir sollten mit einem Ständchen ein Hochzeitspärchen über-raschen, was wir sehr gern taten. 
  Die Freude war beiderseits sehr groß, und so bekamen wir als Dank auch einen guten Tropfen für unseren Gesang.
Gemeinsames Singen mit den Heimatfreunden
 
   Nach dem schmackhaften Abendessen ließen wir den Abend in der Bar des Hotels fröhlich ausklingen und sangen gemeinsam Lieder mit unseren Heimatfreunden.
   Am Sonntag, den 20. Oktober, war ein Tagesausflug mit dem Bus geplant. Es ging wieder pünktlich um 8.00 Uhr los, und so fuhren wir durch das Hirschberger Tal. Ina, unsere Reiseleiterin, erzählte uns wieder viel über die Gegend. Die Busfahrt führte uns weiter durch idyllische wunderbar naturbelassene Landschaften und an Teichen vorbei, die vor allem der Fischaufzucht dienen. Immer wieder sah man auch am Weg urige Bergbauden und Gasthöfe, die auch zu Einkehr und Stärkung einluden. Mit beeindruckenden Fernsichten von den Anhöhen wurden wir während der Busfahrt belohnt und bei guter Sicht, entlang der prächtigen Wälder des Riesengebirges auch mit dem höchsten Berg die Schneekoppe (1603 m ü.d.M.). Ein Blick auf das Riesengebirge mit seinem einmaligen Charme lässt den hiesigen Volksglauben nachvollziehen. Über den Bergen herrschte einst der legendäre BERGGEIST RÜBEZAHL, der seine Schätze (darunter Kräuter und Mineralien) mit Fug und Recht schützte.
   Reizvolle Reiseziele lassen sich zu jeder Jahreszeit ansteuern und so machten wir erst einmal einen Busstopp in Swieradow (dt. Bad Flinsberg). Hier schauten wir uns das Kurhaus mit seiner einzigartigen Heileinrichtung und Trinkhalle an, die ausschließlich Konzession für die Gewinnung und Nutzung der Heilwässer aus den Lagerstätten in Swieradow und Czerniawa besitzt. Bei einem Spaziergang durch den Kurort konnten wir auch die schönen mittelalterlichen Fachhäuser besichtigen. Auch fanden einige von uns etwas Schickes in den Läden zum Anziehen.
   Die Busfahrt ging aber weiter, denn unser Ziel war ja Tschechien. In Harrachov, wo sich eine Brauerei und Glasbläserei befinden,  nahmen wir ein leckeres Mittagessen mit tschechischem Bier ein. Der Verkaufsladen der dortigen Glasbläserei wurde von vielen Fahrgästen besucht. 
   Man kaufte Andenken für die Lieben zu Hause. Danach konnten wir noch ein wenig im Ort bummeln. So mancher kaufte die berühmten Oblaten zum Mitnehmen. Ein Busstopp auf unserer Rückfahrt, Richtung Piechowice, ermöglichte uns noch einen Einkauf und die Besichtigung der Glashütte „Julia". Die Hütte ist der Geburtsort wahrer Meisterwerke der Glaskunst. Erbaut im Jahre 1866 von Friedrich Wilhelm Heckert aus Berlin als Glasraffinerie. Seit 1958 wurde die Glashütte in Julia umbenannt. Unter diesem Namen sind die Spitzenprodukte des schlesischen Bleikristalls bis heute in Polen und den Weltmärkten bekannt und hoch geschätzt.
 
 
   Unsere Tagestour am Sonntag endete mit einem Spaziergang in einem wunderschönen Park mit kurzer Besichtigung der seit 2012 genutzten Hotelanlage „Schloss Wernersdorf". Ein ruhig gegliederter spätbarocker Bau zwischen Piechowice (dt. Petersdorf) und Jelenia Gora (dt. Hirschberg).
   Am Abend war für uns Sängerinnen und Sänger und unsere Heimatfreunde ein gemütlicher Abend von Frau Hofmann organisiert worden. Ein DJ hat uns gut unterhalten mit bekannten Melodien. Wir schwangen zum Gesang auch tüchtig das Tanzbein. Die Stimmung war einfach super.
   Montag, 21. Oktober, der Tag der Abreise. Gegen 8.00 Uhr ging es los mit dem Ziel – Bad Muskau. Einige freuten sich schon auf den Besuch des Polenmarktes, denn sie wollten sich noch mit Leckereien und kleinen Geschenken eindecken. Viele gingen aber einfach durch den wunderschönen Park spazieren, denn ein Gartenkunstwerk von Weltrang erwartete uns in Bad Muskau. Der von Hermann Fürst von Pückler-Muskau ab 1815 angelegte Landschaftspark gehört seit 2004 zu den UNESCO-Welterbestätten. Der Wiederaufbau des Schlosses und die Restaurierung zahlreicher historischer Gebäude seit den 90er Jahren gaben dem Park das einstige Aussehen zurück.
   In einem kleinen Restaurant ließen wir bei Kaffee und Kuchen den Vormittag ausklingen, denn es ging gegen 13.00 Uhr  weiter in Richtung Heimat. Unser Busfahrer Detlef musste aber viele Umwege fahren. Wir gerieten auch immer wieder in Staus, und so kamen wir etwas verspätet in Magdeburg an.
Es war  eine sehr schöne Reise. Wir haben viel erlebt, auch mit viel Sonnenschein und hatten gute Laune im Gepäck. Danke an Frau Hofmann und auch unseren netten Busfahrer.
 
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